Mondorf Wetter
Malte Neuper,
Dipl.-Met.
Adenauerplatz 3A
53859 Niederkassel-Mondorf

Das "normale" Klima im Oktober, November und Dezember im Rheinland

Um die anderen Monate zu sehen, einfach hier auf die gewünschte Periode klicken:
(Januar, Februar, März); (April, Mai, Juni); (Juli, August, September)

Definitionen von verschiedenen Begriffen:
  • Frosttage: Tagesminimumstemperatur unter 0.0C
  • Eistage: Tageshöchsttemperatur unter 0.0C
  • Sommertage: Tageshöchsttemperatur größer oder gleich 25.0C
  • Heiße Tage: Tageshöchsttemperatur größer oder gleich 30.0C
  • Heitere Tage: Bewölkung bedeckt weniger als 20 % des Himmels
  • Trübe Tage: Bewölkung bedeckt mehr als 80 % des Himmels

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Oktober

Der lateinischen Bezeichnung "achter Monat" verdankt der Oktober seinen Namen, da er im ursprünglichen Kalender auch der achte Monat des Jahres war. Auch Kalenderreformen, an deren Schluss die heutige Form des Kalenders mit zwölf Monaten und dem Januar als Anfangsmonat steht, brachte hinsichtlich der Namensgebung des Oktobers keine Änderung. Nur wenigen ist daher auch noch die altdeutsche Bezeichnung "Gilbhart" geläufig.

Durchschnittlicher Witterungsverlauf:
Nach dem "Altweibersommer" Ende September, zeigt sich das erste Monatsdrittel im Oktober meist wieder wechselhaft. Westwetterlagen bringen gerne Regen und sorgen oft für frischen Wind. Im zweiten Drittel des Monats beruhigt sich das Wetter wieder. Bei herbstlichen Hochdrucklagen sind die Tage zwar sonnig, aber die Nächte auch schon empfindlich kühl. Das letzte Drittel des zehnten Monats im Jahr gestaltet sich dann meist unbeständig regnerisch. Dabei kann es durchaus auch schon zu ersten, auf den Winter hindeutende Kälteeinbrüchen kommen. Aber anhaltende frostige Temperaturen versprechen sie in der Regel jedoch nicht.



November

Auch der November hat heutzutage eigentlich einen falschen Namen. Zum elften Monat im Jahr passt die lateinische Bedeutung (= neunter Monat) nicht so richtig. Die Ursache hierfür liegt wie beim September, Oktober und Dezember darin, dass in früheren Zeiten im alten Rom das Jahr zehn Monate aufwies und es mit dem März begann und somit der November wirklich der neunte Monat war. Beibehalten wurde der Name auch nachdem im Jahre 700 vor Christi das Jahr auf 12 Monate erweitert wurde und nachdem im Jahr 153 vor Christi der Jahresbeginn auf den 1. Januar festgelegt wurde. Die altdeutsche Bezeichnung "Nebelung" für den November beschreibt anschaulich, was in diesem Monat bekanntermaßen des Öfteren zu erwarten ist.

Durchschnittlicher Witterungsverlauf:
Die "normale" Witterung im November beginnt meist vom 01.11. bis zum 06.11. mit einer ruhigen Hochdrucklage. Dabei ist es zwar trocken und nur mäßig kalt, aber, dem Namen "Nebelmonat" alle Ehre machend, bildet sich oft Nebel aus. Dieser wird dann durch milderes, unbeständigeres Wetter quasi fortgeblasen. Bis zum 12.11. ist es mitunter recht regnerisch und stürmisch. Vom 13.11. bis zum 22.11. schließt sich zwar üblich erneut eine trockene Hochdrucklage an, jedoch bedeutet dies für die rheinische Gegend zu dieser Jahreszeit eine zähe Hochnebeldecke und kühle, frostige Temperaturen. In den letzten Novembertagen stellt sich dann in der Regel eine bekannte Westwetterlage mit Regen ein. Das Gute daran aber ist, dass diese meist frostfrei ist.

Dezember

Zum letzten Monat im Jahr könnte ich nun nochmals schreiben, dass seine lateinische Bezeichnung (= zehnter Monat) nicht mehr ganz richtig ist. Gut, das habe ich nun indirekt doch getan. Aber dafür erspare ich mir den Grund dessen wiederholt zu erwähnen und verweise an dieser Stelle auf die ersten Absätze der Monatsbeschreibungen des Septembers, Oktobers und Novembers. Nur noch genannt werden soll hier die altdeutsche Bezeichnung für den Dezember, die da lautet: "Julmond".

Durchschnittlicher Witterungsverlauf:
Im ersten Drittel des Monats kommt es meist zur Zufuhr feuchter Luft vom Atlantik. In ihr bildet sich dann gerne Regen und die Tage verbleiben oft in einem trüben Ambiente. Anschließend gestaltet sich am Anfang des zweiten Dezemberdrittel das Wetter eher trocken. Hochdrucklagen bringen aber meist auch Frost bis in die Niederungen. Dieser wird in der Regel um die Monatsmitte von einer milden regnerisch-trüben Periode unterbrochen, um dann ab dem 20.12. erneut zuzuschlagen. Es kommt meist zu frühwinterlichen Kälteeinbrüchen, die öfters auch mal Schneefall im Gepäck haben. Wer nun aber auf eine "weiße Weihnacht" hofft, der wird meist enttäuscht. Pünktlich zum 24.12. kommt es zum sogenannten Weihnachtstauwetter. Beim frischwindigem Zustrom milder Meeresluft ist es während der Feiertage regnerisch-trübe. Erst in den letzten Tagen des Jahres besteht dann wieder die Tendenz zu winterlichem Wetter, so dass der Wunsch: " 'nen guten Rutsch!" besser nicht zu wörtlich genommen werden sollte.